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Arbeitsgruppe Kommunikation und Macht im Alten Europa

 

Wie wird Macht kommuniziert und wie trägt Kommunikation zur Etablierung, Aufrechterhaltung und Herausforderung von Macht bei? Die Mitglieder der Arbeitsgruppe befassen sich mit diesen eng verwobenen Problemkomplexen und den dazugehörigen historischen Fragestellungen zur Ausübung und Kommunikation von Macht im Europa des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Dabei werden nicht nur aktuelle Ansätze bzw. Theorien der Ideen- und Diskursgeschichte, des Konfessionalisierungsparadigmas oder der Erinnerungskultur auf ihre Anschlussfähigkeit überprüft. Der noch längst nicht hinreichend verstandene, bekanntlich bereits im Mittelalter einsetzende Staatsbildungsprozess macht außerdem insbesondere die Herrschaftspraktiken lokaler und territorialer gesellschaftlicher Eliten adliger wie bürgerlicher Herkunft zu einem Hauptgegenstand unserer Forschungsinteressen.

Die Themen der laufenden Dissertationsprojekte sind dementsprechend breit gefächert: Sie analysieren unter anderem fürstliche Hoffeste als Formen performativer Herrschaft im 15. Jahrhundert, die Rolle der Königs- bzw. Kaiserwitwen in England um im Reich, den Heroismus des Adels in spätmittelalterlichen Lebenszeugnissen, die Netzwerke des gelehrten Juristen und Diplomaten Giovan Francesco Capodilista, die Entwicklung der kommunikativen Strukturen von Gesandtschaftsberichten süddeutscher Reichsstädte des späten Mittelalters, die Funktionen vormoderner städtischer Historiographie am Beispiel Basels von 1525 bis 1550, die Instrumentalisierung der Türkenfurcht zur kontroverstheologischen Verteidigung des englischen Protestantismus in den Acts and Monuments des Historikers John Foxe (1517-1587), politische Predigten im England der Restaurationszeit, die Bildungsinitiativen irischer Katholiken zwischen 1660 und 1685 oder die Behandlung von Untertanenkonflikten durch die Obrigkeiten der Fürstentümer Fürstenberg, Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen während und am Vorabend der Französischen Revolution.

Es ist das Ziel der Arbeitsgruppe dem Trennenden, wie auch dem Verbindenden im historischen Raum von europäischem Mittelalter und Früher Neuzeit nachzuspüren. Sowohl die Brücken wie auch die Gräben zwischen diesen beiden Epochen sind für uns von besonderem Interesse. Der wissenschaftliche Austausch innerhalb der AG gewährleistet ihre angemessene Berücksichtigung bei der Erforschung des „Alten Europa“. .

 

Leitung: Prof. Dr. Ronald G. Asch ronald.g.asch@geschichte.uni-freiburg.de
  Prof. Dr. Birgit Studt birgit.studt@geschichte.uni-freiburg.de
Doktoranden-
sprecherin:
Katharina Jeckel kjeckel@gmx.de

 

 
Mitglieder der Arbeitsgruppe

 

Philipp Batelka
Neuere Geschichte

Michael Burger
Mittlere Geschichte

Thomas Gilgert
Neuere Geschichte

Matthias Herm
Mittlere Geschichte

Katharina Jeckel
Mittlere Geschichte

Catharina Kellermann
Mittlere Geschichte

Christoph Ketterer
Neuere Geschichte

Kristina Odenweller
Germanistik

 

Gero Schreier
Mittlere Geschichte

Michael Strauß
Neuere Geschichte

Christopher Toenjes
Neuere Geschichte

Marco Tomaszewski
Mittlere Geschichte

 

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