 | Intermedialitätsforschung |
Der „cultural turn“, der in den in den letzten Jahrzehnten in den geisteswissenschaftlichen Disziplinen Fuß gefasst hat, bewirkte auch in der Kunstwissenschaft einen methodischen Wandel. Die Intermedialitätsforschung hat im Zuge dessen einen bemerkenswerten Aufschwung erfahren. Nicht nur in der Literaturwissenschaft erweiterte sich die Perspektive auf die Beziehungen zu den anderen Künsten, auch im Bereich der Musik und der Bildenden Kunst wird heute mehr denn je der wissenschaftliche Bezug zu den Nachbarmedien gesucht. Das Schlagwort „Intermedialität“ verweißt so auf ein breites und sehr vielseitiges Spektrum von Forschungsbereichen und ist per se transdisziplinär ausgerichtet. Die Arbeitsgruppe „Intermedialitätsforschung“ richtet sich an Doktoranden aus den verschiedenen kunstwissenschaftlichen Disziplinen (Literaturwissenschaften, Musikwissenschaft, Kunstgeschichte). Sie widmet sich gezielt den vielfältigen Beziehungsformen zwischen den Künsten und deren Überschneidungsbereichen. Im Rahmen eines regelmäßigen Forschungskolloquiums werden verschiedene Aspekte von Intermedialität multiperspektivisch und interdisziplinär beleuchtet und deren ästhetisch-theoretische Dimension diskutiert. Exkursionen zu themenspezifischen Aufführungen und Ausstellungen sollen die wechselseitigen Beziehungen performativ erfahrbar werden lassen. |